Course overview
Ein Herzmännchen steht da mit herabhängenden Armen und traurigem Gesicht. Sein Herz ist gebrochen im Bild.

Was ist überhaupt ein Trauma?


Die meisten Menschen kennen Trauma im Kontext einer klinischen Diagnose.

Traditioniell wird Trauma hier als Ereignis beschrieben, das entweder einmal oder immer wieder passiert.

Was die klinische Perspektive bisher nicht integriert hat, ist Traumatisierung durch Diskriminierung und gesellschaftlichen Ausschluss und strukturelle Gewalt (in Behörden, Bildungs- und Gesundheitssystem, in denen z.B. behinderte Menschen und viele mehr strukturell Traumatisierung erleben).

Allein eine Frau, ein Mädchen oder eine queere Person zu sein, erhöht die Wahrscheinlichkeit, Gewalt zu erleben, um ein unerträgliches:

„Die Unterordnung der Frauen ist so allgegenwärtig und so uralt, dass es einer besonderen Anstrengung der Vorstellungskraft bedarf, um sie als eine Form organisierter sozialer Gewalt zu erkennen. Dasselbe gilt für traumatische Ereignisse im Leben sozial untergeordneter Menschen.“

Judith Herman — Trauma und Genesung (1992)


Das ist allerdings eine Perspektive, die wir für wesentlich halten und die in der traumasensitiven Achtsamkeits-Praxis gebührend gewürdigt wird.

Hier für ein ein Zitat von einem führenden Experten zu traumasensitiver Achtsamkeits-Praxis:

„Die meisten Menschen sind in irgendeiner Form von Traumata betroffen – sei es durch systemische Unterdrückung, ihre sozioökonomische Zugehörigkeit, ihre Geschlechtszugehörigkeit oder ihre Zugehörigkeit zu einer sexuellen oder geschlechtlichen Minderheit.“
David A. Treleaven — Trauma-Sensitive Achtsamkeit (2018)



Wir haben für euch eine Übersicht der traditionellen klinischen Perspektive mit einer Erweiterung von Menschenrechts-Bewegungen erstellt, damit die Komplexität, historische und gegenwärtige Relevanz relativ einfach zu erfassen ist.
Für viele von euch ist diese Perspektive wahrscheinlich neu. Wir hoffen, dass sie dazu beiträgt zu verstehen, wie wichtig sie ist, um traumabedingte Stressreaktionen in uns selbst, in anderen und insgesamt in der Gesellschaft mit mehr Verständnis und Mitgefühl zu betrachten. 



Einmal als PDF, und einmal als hoffentlich barrierfreier Word Leitfaden


Weil unsere PDF´s noch nicht vollständig barrierefrei sind, bieten wir dir hier auch den Leitfaden als Word Datei an. 

Trauma_Ueberblick.docx