Course overview
Ein Herzmännchen wirft einen Anker ins bewegte Wasser

Ressourcenanker als Grundlage für alles weitere


Was sind Ressourcen?

Ressourcen sind innere und äußere Dinge, Aktivitäten, Erinnerungen, Lebensrealitäten, Glaubenssätze usw., die dir ermöglichen, dich relativ sicher zu fühlen, dich lebendig zu fühlen und die dir helfen, den Anforderungen des Lebens begegnen zu können.

Innere Ressourcen:

In der Coaching- und Therapiewelt sind Ressourcen Stärken, Wissen, Potential, Kompetenzen, die ein Mensch in sich hat. 
Einige dieser Ressourcen können in Stress- und Krisensituationen zeitweilig oder dauerhaft nicht greifbar sein.
Dadurch schrumpft der Möglichkeitsraum für Lösungen, auf die wir kommen.
In Krisen schrumpft unser Möglichkeitsraum meist sehr. 
Diesen Möglichkeitsraum zu erweitern ist das Ziel jeder Therapie und Beratung und ist auch fester Bestandteil dieses Kurses. 

Äußere Ressourcen:

Äußere Ressourcen sind genauso wichtig wie innere.
Äußere Ressourcen können z.B. Coaching, Therapie, Unterstützung durch Dritte im Alltag sein oder auch Kurse wie diese. 
Geld z.b. ist eine wichtige Ressource, die in unseren kapitalistischen Gesellschaften unfair verteilt ist. 
Gelöst werden muss dieses Thema politisch. Connected Academy versucht über verschiedene Preispläne, Zugang zu unseren Kursen auch für Menschen zu ermöglichen, die in diesem System benachteiligt werden.
Denn: Mitmachen dürfen und können ist ein zentraler äußerer Ressourcenanker.
Was nützen mir die tollsten Angebote, wenn ich sie mir nicht leisten kann (siehe auch privatärztliche Versorgung).

Weitere äußere Ressourcen können zb sein:

  • Aktivitäten, die uns guttun 
  • Menschen, die uns guttun
  • Umgebungen, die uns guttun
  • Sensorische Erfahrungen, die uns guttun (Hören, Sehen, Schmecken, Riechen, Tasten/Fühlen)

In der Ressourcenanker-Praxis, die du in diesem Kurs lernen wirst, kannst du damit experimentieren, was für dich der beste, leichteste und wirksamste Zugang ist, um dich mit einem Gefühl von Sicherheit, Wohlbefinden zu verbinden.

Zu dieser Grundlage kannst du immer wieder zurückkommen.

Methodischer Ursprung

Die Ressourcen-Praxis, die du hier lernst, gehört zu einem psychotherapeutischen Ansatz, der sich Somatic Experiencing nennt und von Traumaforscher und Biophysiker Peter A. Levine entwickelt wurde. 
SE unterstützt Menschen, Belastendes auf eine Weise  wahrzunehmen und zu regulieren, die nicht überfordert und/oder retraumatisiert, sondern vielmehr auf eine Weise, die die individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten erweitert.
So lernen Menschen z.B. sich keinschrittig an Belastendes anzunähern (das nennt sich titrieren) und bei Überforderung z.B. zu einem Ressourcen-Anker zu pendeln (Pendulation).
Vipassana Meditation, die angewandte Polyvagaltheorie und auch die hypnosystemischen Verfahren sind sich, was die Grundprinzipien angeht sehr ähnlich. 

Das Prinzip dieser Art zu arbeiten ist eigentlich immer:

  1. Bemerken & benennen
  2. Einordnen: Kann ich das jetzt aushalten/halten?
  3. Somatisch untersuchen (Körperempfindungen, aufkommende Bilder, Gefühle, Gedanken)
  4. Beantworten (Z.B. Selbstmitgefühl anwenden, Atem-Meditation, stabilisierende Techniken wie den Ressourcen-Anker anwenden oder in Extrem-Situationen Hilfe holen oder z.B. Notfall-Medikation anwenden).

Der Ressourcen-Anker als Sicherheitsanker

In traumasensitiver Achtsamkeitspraxis nutzen wir den Ressourcenanker als Ausruh- und Sicherheitsanker.
Du kannst dich immer mit ihm verbinden, wenn du ausruhen möchtest oder dir etwas zu viel wird.
Sollte es mal nicht gelingen, dich damit zu verbinden, könnte es sein, dass es in deinem inneren Erleben etwas gibt, was anerkannt und gehört werden will. 
Dafür kannst du dann z.B. die RAIN Praxis probieren, die du in diesem Kurs lernen wirst und manchmal brauchen wir auch einfach die co-regulative Unterstützung von Menschen.